Sieben Jahre nach der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (kurz MfS oder „Stasi“) im Jahre 1950 ist Milke der Aufstieg zum Chef des MfS gelungen.
Doch wie konnte der ehemalige Kriminelle diesen hohen Rang in der DDR erreichen?
Als Zaisser 1950 zum ersten Leiter der Stasi ernannt wurde, erhielt Mielke vorerst den Rang eines Staatssekretärs , indem er neben anderen Mitgliedern als Zaissers Stellvertreter diente. Großteile seines nun folgenden Aufstieges verdankt Mielke fast ausschließlich dem mächtigen SED-Chef Walter Ulbricht.
Nach dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 profitierte Mielke maßgeblich von dessen Machtkampf mit Zaisser, in der Folge, dass Zaisser zum Abgang gezwungen und das MfS für kurze Zeit zur Abteilung des Innenministeriums zurückgestuft wurde. Laut Ulbricht lag die Ursache des Aufstandes an der Führung der Stasi, denn Zaisser habe die Feinde erst suchen, dann studieren und zum gegebenen Moment verhaften lassen – bloß waren diese schneller.
Mielke hingegen hielt nicht viel davon, Gegner zu studieren, sondern schlug lieber gleich zu. In seiner neuen Position als Vize vom neuen MfS-Chef Ernst Wollweber leitete er nun persönlich nächtliche Verhöre.
1957 geriet jedoch auch Wollweber mit Ulbricht in Konflikt und Mielke stand letztendlich niemand mehr im Wege:
Er wurde oberster Chef des Ministeriums für Staatssicherheit und blieb dies auch über einen sehr langen Zeitraum bis 1989.
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